Die Wachau zeigt sich heute nochmal von ihrer schönsten Seite.

Dabei würde ich schon aufgeklärt, daß sie hinter Melk, mein heutiges Ziel, definitiv endet. Da sind sie ganz genau.

Na, dann mache ich doch schnell noch ein paar Fotos bevor es vorbei ist.

Die Landschaft ist absolut lieblich.

Die Radreisenden behindern mich überhaupt nicht, wie ich zunächst befürchtet hatte, sie motivieren mich eher. Sie kommen heute unter anderem aus der Slovakei und Argentinien(!j

Dann kommt Willendorf und den brauche ich heute auch, den Willen.

Denn es ist warm und ich habe mich in den letzten fünf Tagen „in den Keller“ gelaufen. Heute ist Tag 5 und ich werde bis Melk auf knapp 125 km kommen, die Hälfte zwischen Wien und Linz.

Ich laufe und wandere im Wechsel, mehr ist nicht drin.

Die Marille ist jetzt auch mal live und in Farbe am Wegesrand zu sehen.

Sie wird beschützt von einem eigenen Verein.

Das Gestein an den Hängen scheint Granit zu sein, so sieht es hier aus. Die Brocken reichen teils bis direkt hinunter an die Straße. Vereinzelt treffen sich Klettergruppen, die an den Hängen hoch wollen.

Für unseren Schutz stehen entzückende Kirchen bereit und ein Defibrillator (Suchbild).

Das Kloster Maria Laach hatte ich immer bei uns vermutet, aber entweder bin ich jetzt schon ganz kurz vor zu Hause oder es gibt zwei.

Die Donau überquere ich kurz vor Melk.

Im Hintergrund sieht man schon das Stift Melk, da gucke ich mir morgen näher an, denke ich.

Nach 19 km erreiche ich die ersten Häuser und nehme einfach das erstbeste Angebot.

Das ist ganz gut, der Vermieter unkompliziert und ich darf mir alles nehmen. Sogar Getränke für relativ kleines Geld hat er in einem Kühlschrank. Gerade die Getränke gehen hier in Österreich do ziemlich ins Geld. In Krems habe ich für zwei Cola 11,20€ bezahlt, da hätte ich am besten erstmal nur eine getrunken.

Jetzt heißt es zwei Tage Kalorien tanken. Da fange ich am besten in dieser „Schaumrollenmanufaktur“ an. Was es nicht alles gibt!

Von den Marillenbränden halte ich mich fern, auch hier gibt es reichlich Fachgeschäfte zum Thema Marille.

Und Cafés.

Als nächstes dann noch eine Suppe und Spaghetti im Pasta e Pizza, der immerhin zweitbesten Pizzeria in Österreich, heißt es.

Mein Wochenpensum befördert mich in meinen Strava-Gruppen an die Spitze, nicht schlecht!

Morgen besichtige ich die liebliche Stadt genauer, Melk – das Tor zur Wachau.

5. Etappe Donauradweg Spitz- Melk: 19 km

Für alle, die sich jetzt erst einlesen und sich fragen, warum der Blog nicht Transdanubia (wegen Donau) heißt: Mein ursprünglicher Lauf von Baku in Aserbaidschan nach Poti in Georgien, vom Kaspischen Meer zum Schwarzen Meer war nicht durchführbar. Näheres steht in der Geschichte 12. So beschloß ich, statt über Wien mit dem Zug nach hause zu zurück zu kehren, diese Strecke möglichst vollständig zu laufen. Ich bin quasi auf dem Rückweg von Transkaukasien. So komme ich doch noch in den Laufgenuß, allerdings auf sicherem Terrain.

Veröffentlicht von langeguido

Ich bin Läufer, Magazinliebhaber und Laufblogger. Ich laufe regelmäßig seit 2011 und erlebe dabei viel. Zwei Blogs gibt es von mir: https://transkaukasien.com - Frühjahr 2019: Ein Abenteuer, von Baku über Tiflis nach Poti zu laufen - Aserbaidschan + Georgien - vom kaspischen meer zum Schwarzen Meer, und https://abenteuerbaltikum.com - Lauf 2017 : 2000 km entlang der Ostsee laufen, von Stralsund nach Tallinn / Helsinki I‘m a runner and I could tell some short stories about running. In 2019 I run from Caspian Sea to the Black Sea, from Baku to Tiflis to Poti - Azerbaidshan ans Georgia. 2017 I ran 2000 km along the Baltic Sea coast - Germany, Poland, Russia, Lituania, Latvia, Estonia, Finland.

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3 Kommentare

  1. Hallo Guido, beim Lesen überlegte ich, wie es wohl wäre, Du würdest den Marillenbränden ordentlich zusprechen. :-))

    Aber mal ernsthaft, ich stelle es mir gar nicht so einfach vor, bei der Laufleistung die Kohlenhydratspeicher ausreichend gefüllt zu halten/bekommen. Diesen Aspekt Deines Unterwegssein finde ich auch interessant.

    Wünsche Dir einen guten und „bunten“ Tag in der „lieblichen Stadt“,

    Marianne

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