Meine erste Idee war: Ich muß ja nicht viel vorbereiten. Durch mein Abenteuer Baltikum https://abenteuerbaltikum.com

hab ich ja alles. Im Prinzip ja, aber neulich fing ich an, probehalber die Klamotten zu packen und das war mein Glück: tausend Kleinigkeiten fehlen noch… wenn ich alles zusammen habe, schreibe ich darüber.

Abgesehen davon gibt es Terminsachen, die frühzeitig gemacht werden wollen:

Visa sind beantragt für Weißrußland (wegen der Bahnfahrt Berlin – Moskau, die geht eben einmal da durch), für Russland (immerhin fahre ich nach Moskau, bleibe 2 Nächte und dann mit dem Zug durch das riesige Land bis nach Baku), für Aderbaidschan, denn in Baku – der Hauptstadt – beginnt mein Laufabenteuer. Das macht diesmal das Reisebüro KONTAKT. Immerhin gut 300€ für die drei Visa, aber dafür je 30 Tage mit voller Bewegungsfreiheit und ohne einen Einzelnachweis, wann ich wo übernachten will. Die kennen sich damit aus und wurden mir von Wolfgang und Burkhard, die ich im Baltikum kennen lernte, empfohlen. http://kontakt-reise.de/home/

Die Bahnfahrten wollen auch gebucht sein. Berlin-Moskau hab ich selbst gemacht, etwas dekadent: „1. Klasse single use“. Es war nicht viel teurer als 2. Klasse genderkonforme Belegung. Und wer weiß was noch kommt und so fange ich erstmal gemütlich an.

Moskau – Baku habe ich noch nicht, ich komme mit den Webseiten der aserbaidschanischen, kasachischen und russischen Staatsbahn nicht zurecht. Mal gibts den Zug – dann gibts ihn wieder nicht… das mache ich nun auch über das Reisebüro KONTAKT. Die wissen immerhin, daß man überhaupt erst 45 Tage vorher buchen kann. Na das wird schon klappen.

Hostels in Moskau ( https://jedihostels.com/urban/ru ) und Baku ( https://www.sahilhostel.com ) habe ich auch schon reserviert. Und dort in Baku gehts los. Bis dahin ist alles terminiert. Um nun eine ungefähre Vorstellung von der Laufreise zu haben und sich die Strecke zu verdeutlichen, muß ich sie im Detail vorplanen.

Hier hab ich meinen Streckenordner auf gpsies: https://www.gpsies.com/mapFolder.do?id=122866

Die geplanten Strecken übertrage ich dann noch auf mein Navi, das Germin GPS Map 64

und auf meine neue Suunto Spartan Sport. Die habe ich jetzt in Betrieb genommen.

Soviel zum Thema: „Ich will keine Laufuhr“. Bin nun schwach geworden wegen des Navigatinsthemas.

Am 23.4. starte ich in Baku und bin am 23.5. erst in Tiflis. Ich wollte nicht unten am Fluß entlang, wo es warm ist und Malariafliegen und Schlangen geben soll, aber natürlich auch nicht ins Gebirge wegen der Höhenmeter. Also folge ich erstmal hunderte Kilometer entlang von Landstraßen, die wahrscheinlich Schotterpisten sind, am Fuße des Kaukasus. So ist der Wald nicht weit, aus kleinen Flüssen aus den Bergen kommt frisches Wasser herunter und an den Landstraßen gibt es vielleicht auch mal ne Tankstelle oder einen Kiosk.

Meinen Plan, eventuell ab Tiflis auf die „Zarenstraße“ nach Norden wieder Richtung Rußland gehen und über die Ukraine heim kommen zu können, kann ich nun aber begraben. Denn die 30 Tage ab dem 15.4. sind dann längst rum. Die 30 Tage für das Azerbaycan Visum genügen gerade, um die Strecke zu schaffen – mit ein paar Tagen Luft zur Erholung.

Ab Tiflis war eine Planung ebenso wichtig, auch wenn ich dann in Georgenien keinen Terminstreß wegen Visum mehr habe, will ich doch vermeiden, auf der Autobahn zu laufen, die in einer engen Schlucht auch über das Surami Gebirge führt. Ich habe eine Alternative drum herum geplant. Ob ich die Routen nachher so laufe, wird man sehen, aber ich brauche erstmal einen Plan, um davon abweichen zu können.

Im westlichen Georgien dann habe ich zwei Routen parallel geplant, eine nördliche und eine südliche. Gegen den Norden spricht, daß sie einige Umwege enthält um nicht auf der Autobahn zu landen aber doch alle Flüsse zu überqueren. Gegen den Süden spricht, daß auf einem Teilstück die Autobahn unausweichlich ist und dort womöglich der meiste Schwerverkehr von den Fähren aus Europa nach Armenien durchkommt. Denn Armenien ist mit seinen Nachbarn Türkei (Völkermord) und Aserbaidschan (Bergkarabach) verfeindet. Deshalb können die Waren nur über Georgien kommen…

So oder so sind es doch einige tausend Höhenmeter, die ich überwinden muß, um nach Poti ans Schwarze Meer zu kommen. Von dort will ich mit der Fähre um den 25.6. nach Varna (Bulgarien) fahren. http://www.navbul.com/en/main-activities/ferry/index.php

Aber die machen mich auch langsam nervös, denn der Routenfahrplan ist seit Monaten nur bis Ende März begrenzt. Hoffentlich fahren die weiterhin und es gibt demnächst bald mal einen Plan dafür. Am besten schreibe ich die Gesellschaft mal an, ob und wann es einen Plan gibt.

Ab Bulgarien dann mit dem Zug nach Bukarest (Rumänien), Budapest (Ungarn) und Wien nachhause. Aber da mache ich mir jetzt noch keinen Kopf, das wird schon klappen.

Veröffentlicht von langeguido

Ich bin Läufer, Magazinliebhaber und Laufblogger. 22.000 km lief ich schon in den letzten 9 Jahren. Zwei Blogs gibt es von mir: https://transkaukasien.com - 2019: Ein Abenteuer in Russland, Aserbaidschan, Georgien, Ukraine, Österreich zurück nach Deutschland + https://abenteuerbaltikum.com - Lauf 2017 : 2000 km entlang der Ostsee laufen, von Stralsund nach Tallinn / Helsinki I‘m a runner and I could tell some short stories about running. 22,000 k I ran in the last nine years. Two blogs I wrote: 2019 https://transkaukasien.com : Run and travel in Russia, Azerbaidshan, Georgia, Ucraine, Austria and back to Germany. 2017 https://abenteuerbaltikum.com : 2000 km along the Baltic Sea coast - Germany, Poland, Russia, Lituania, Latvia, Estonia, Finland.

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